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Vorschau: FC Aarau

Vorschau: FC Aarau

Es ist wieder so weit – Cup. Jener europäische Wettbewerb, der den kürzesten Weg zum Titel verspricht. Und dennoch ist es bis zu einer erneuten Finalteilnahme ein langer Weg. In der Saison 2026/27 beginnt diese Reise für den FC Biel-Bienne mit dem Barrage-Teilnehmer der Super League, dem FC Aarau.
Aufgrund der regionalen Topfeinteilung und der Zuweisung unserer Mannschaft in Topf A hätten aus der Super League beispielsweise Young Boys, Basel, Sion oder der amtierende Schweizer Meister Thun gezogen werden können. Dass es der einzige Challenge-League-Vertreter wurde, macht die Affiche nicht weniger attraktiv.

Der dreifache Schweizer Meister FC Aarau (zuletzt 1992/93) strebt seit Jahren die Rückkehr in die Super League an. Zuletzt scheiterte man im Frühling unter Trainer Brunello Iacopetta in der Verlängerung an den Grasshoppers. Der Klub, der seit jeher auf eine grosse Anhängerschaft zählen darf, trägt den Schock des erneuten Nicht-Aufstiegs noch sichtbar mit sich: Der Start in die neue Saison verlief bislang nicht wunschgemäss. Mit dem 2:1-Sieg am letzten Wochenende gegen Stade Nyonnais kehrte zumindest ein bisschen Ruhe zurück – auch wenn der Aderlass im Kader deutliche Spuren hinterlassen hat.
Schmerzhaft sind die Abgänge von Elias Filet in die belgische Jupiler Pro League und von Routinier Valon Fazliu (zu Yverdon). Die beiden hatten in der vergangenen Saison die Liga praktisch im Alleingang dominiert und kamen zusammen auf eine beeindruckende Quote von rund 34 Toren. Auch die weiteren Abgänge im Mittelfeld – Leon Frokaj (St. Gallen), Nassim Zoukit und das Talent Dorian Derbaci (beide zum Schweizer Meister FC Thun) – hinterlassen Lücken.
Mit Sandro Burki, dem Rekordspieler mit 373 Einsätzen für den FC Aarau, wurde kürzlich der frühere CEO zum Verwaltungsratspräsidenten befördert.

Für uns beginnt am Sonntag eine neue Cup-Reise – hoffentlich mit vielen erfolgreichen Cupspielen in dieser Saison. Nach einem optimal gelungenen Saisonstart und dem Punktemaximum aus zwei Spielen (6 Punkte) freut sich die Mannschaft von Samir Chaibeddra auf die besondere Cup-Atmosphäre. Die geschlossene Mannschaftsleistung aus Wille, Leidenschaft und Leistungsbereitschaft hat den starken Beginn möglich gemacht. Umso erfreulicher ist es, in einem gut gefüllten Stadion nun andere Luft als Meisterschaftsluft zu schnuppern.
Der FC Aarau wird die Favoritenrolle sicherlich nicht ablehnen. Wer uns kennt, weiss jedoch, dass wir jederzeit für eine Überraschung gut sind und top vorbereitet in dieses Spiel gehen. Die gute Stimmung in der Mannschaft und der Wunsch eines jeden Einzelnen, in solchen Partien unbedingt dabei sein und zum Erfolg beitragen zu wollen, werden uns helfen, das Spiel mit der nötigen Seriosität anzugehen und die Lust auf weitere Cupspiele am Leben zu erhalten.

Wir freuen uns auf den FC Aarau und wir freuen uns auf ein packendes Spiel – und vor allem darauf, dass Sie, liebe Fans, uns von Beginn an lautstark unterstützen und mit uns dafür sorgen, dass wir die nächste Runde erreichen. Cupspiele besitzen eine besondere Magie. Überträgt sich diese von den Rängen auf die Mannschaft, sind wir zu allem fähig.