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Punkteteilung gegen Basels U21

Punkteteilung gegen Basels U21

Ein Spiel, das alles hatte – frühe Chancen, ein Traumtor, eine aberkannte Führung, ein Comeback der Gäste und in der turbulenten Schlussphase den bitteren Ausgleich. Am Ende trennen wir uns 2:2 (1:0) von der U21 des FC Basel. Ein Resultat, das sich schmeichelhaft anfühlt, denn mit etwas mehr Effizienz hätten wir die drei Punkte in der Tissot Arena behalten können.

Alles begann so verheissungsvoll. Bereits in der ersten Minute setzte Dzonlagic den immer gefährlichen Pululu in Szene. Dessen Abschluss schlich knapp am Tor vorbei – der Startschuss für ein intensives Duell. Der Basler Nachwuchs, der im Vergleich zur Vorwoche einige personelle Änderungen vorgenommen hatte, kam erst nach einer knappen Viertelstunde zur ersten nennenswerten Aktion: Ogbodu entwischte Kadriu, vermochte den Ball jedoch nicht mehr richtig zu treffen (14.).

Dass dieses Spiel eine besondere Note trug, lag auch an unserer Aufstellung. Mit beiden Samba-Brüdern, Pululu, Moulin und Maltet standen gleich fünf Akteure auf dem Rasen, die einst das Trikot der Basler U21 trugen. In der 20. Minute musste sich unser Torhüter Fohouo mirakulös strecken. Zaidi sah seinen Abschlussversuch schon im Netz, doch Fohouo rettete noch zur Ecke. Danach entwickelte sich ein Spiel, das sich vor allem im Mittelfeld abspielte – und genau dort lag unsere Stärke. Bouameur eroberte im Zentrum einen Ball, schickte Pululu los, und dieser zirkelte den Ball in Tor-des-Jahres-Manier aus 20 Metern präzise in den Winkel. 1:0 in der 38. Minute. Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause.

Unsere Spieler kamen anschliessend wie die Feuerwehr aus der Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff (47.) spielte Moulin einen genialen Pass in die Tiefe. Pululu nahm in unnachahmlicher Art Tempo auf, überlief praktisch die gesamte Basler Hintermannschaft und chipte den Ball über Renato. Das vermeintliche 2:0. Der Schiedsrichter gab den Treffer zunächst, nahm ihn dann aber aus unverständlichen Gründen zurück. Pululu hatte im Drüberspringen wohl Renato mit dem Knie gestreift, der danach am Boden liegen blieb. Die Gäste wurden damit gezwungen, aktiver zu werden. Und genau das taten sie: In der 55. Minute setzte sich Barbieri im Strafraum durch und fand in der Mitte den freien Eglin. Irgendwie fühlte sich niemand zuständig – aus zehn Metern schob er zum 1:1 ein. Das Unentschieden beunruhigte uns kurz, doch wir fanden rasch zurück. Zwei Minuten später (57.) besass Pululu mit einem Volleyschuss wieder die Chance. Auch in der 65. Minute zwang er Renato in einem Privatduell zu einer spektakulären Parade. Als wäre das nicht genug, hatte Trésor Samba mit einem Hammer Pech: Ismaili warf sich auf der Linie in den Schuss und rettete mit der Brust (67.).

Wir waren der erneuten Führung näher als die Gäste – es fehlte noch die letzte Kaltschnäutzigkeit. In der 84. Minute klappte es dann doch: Der eingewechselte Vasic leitete die Aktion gut ein, fand am zweiten Pfosten Beltran, der in die Mitte zurücklegte. Dzonlagic netzte zum 2:1 ein – sein sechstes Saisontor. Drei Minuten später (87.) hatte Beltran den Siegtreffer auf dem Fuss, doch Renato war zur Stelle.

Dann kam es, wie es in solchen Partien kommt. Basels Routinier Marchand, der an praktisch allen gefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt war, wurde nicht energisch genug angegriffen. Die Chance liess er sich nicht nehmen und traf in der 89. Minute zum 2:2-Ausgleich. Zuvor hatten wir den Ball ungenügend in die Mitte geklärt.

Unverdient, weil wir in der Nachspielzeit noch einmal gefährlich wurden: Vasic hämmerte den Ball aus spitzem Winkel an die Latte (91.). Einer der Nachschüsse fiel einem Basler an die Hand – der Schiedsrichter zeigte nicht auf den Punkt. Von Glück reden können wir, als der anschliessende Basler Angriff (92.) unbestraft blieb: Rushiti wollte in einer Drei-gegen-eins-Situation seine besser positionierten Mitspieler nicht sehen und verzog aus 15 Metern.

So blieb es beim schmeichelhaften 2:2 gegen eine Mannschaft, die mit jungen Talenten gespickt ist. Mit etwas mehr Effizienz hätten wir die vollen drei Punkte in Biel behalten können.

Nun geht es am Mittwoch im Testspiel gegen die U21 von Thun weiter, um die spielfreie Runde im Schweizer Cup zu überbrücken. Am 25. Oktober folgt dann das nächste Topspiel in der Tissot Arena gegen den SC Cham.

Meisterschaft – Promotion League

FC Biel-Bienne – FC Basel U21 2:2 (1:0)
Tissot Arena, Biel. – 931 Zuschauer. – SR: Minder.

Tore: 1:0 Pululu (38.), 1:1 Eglin (55.), 2:1 Dzonlagic (84.), 2:2 Marchand (89.).

FC Biel-Bienne 1896: Fohouo – G. Samba, Kadriu, Paviot, De Oliveira (69. De Freitas) – Mäder, Bouameur (88. Maltet) – T. Samba (69. Beltran), Moulin (83. Maurer), Pululu (83. Vasic) – Dzonlagic.

FC Basel U21: Renato – Gerber (39. Huber, 88. Borer), Kerim, Ismaili, Eglin – Uruejoma, Marchand – Hansal, Zaidi (63. Bostan), Barbieri (63. Tairovci) – Ogbodu (46. Rushiti).

Bemerkungen: Biel-Bienne ohne Asani, Essay, Kuzmanovic, Ssebunya, Tebib (alle verletzt), Dakouri, Jakob, Ombala (alle nicht im Aufgebot).
Karten: 90+3. Beltran (gelb, Unsportlichkeit), 90+3. Renato (gelb, Unsportlichkeit), 90+5. Renato (gelb-rot, Reklamieren).